Lexikon
Nachfolgend finden Sie eine alphabetisch geordnete Zusammenstellung von Fachausdrücken. Eine leicht verständliche Erklärung soll Ihnen helfen, dass für Ihren Anwendungsfall die am besten geeignete Spannungsversorgungseinheit aus unserer breiten Palette auszuwählen.
A
Akkumulator (Technische Sekundärelemente)
Galvanische Elemente, die wiederholt geladen werden können, nennt man Sekundärelemente oder Akkumulator (Sammler). Zuerst muss man im Akkumulator durch elektrische Energiezufuhr chemische Energie speichern (Laden). Anschließen kann dem Akkumulator chemische Energie entnommen werden (Entladen). Die Ladespannung ist höher, als die Entladespannung. Die während der Ladung gespeicherte Amperestundenzahl (Ah) kann zu 90% wieder entnommen werden, dagegen liegt der auf die Wattstundenzahl bezogene Wirkungsgrad bei 75%.
Ampere
Das Ampere1) ist die Einheit der elektrischen Stromstärke (I), definiert durch den Strom, der in einer Sekunde aus einer wässrigen Silbernitratlösung 1, 118mg Silber ausscheidet(1 Ampere = 6x1018 Elektronenladungen je Sekunde).
1 André Marie Ampére, französischer Physiker 1775 bis 1836
Amperemeter
Ein Amperemeter dient zur Messung von elektrischem Strom oder der Stromstärke in einem Stromkreis. Dazu wird zur Messgröße eine Anzeige (Zeigerausschlag, Ziffernanzeige) ihres Vielfachen der Einheit Ampere gebildet.
Amperestunde (Ah)
Angabe über die Elektrizitätsmenge (Strom x Zeit), die Akkumulatoren oder Batterien abgeben können (Kapazität). Eine Amperestunde ist die Ladungsmenge, die innerhalb einer Stunde durch einen Leiter fließt, wenn der elektrische Strom konstant 1A beträgt.
Anode
Eine Anode2) ist eine Elektrode, einer Elektronenröhre oder Halbleiterdiode, durch die der Hauptelektronenstrom das Bauelement verlässt. Sie hat eine mehr oder weniger hohe positive Spannung gegen die Kathode.
2von gr. ἄνοδος, anodos, "Weg nach oben"
Ausregelzeit
Zeit die benötigt wird, um bei einer sprunghaften Laständerung die Ausgangsgrößen soweit auszuregeln, dass sie innerhalb der definierten Toleranz liegen.
Ausgangsspannung
Ist die Spannung, für welche die Stromversorgung vor- gesehen und gebaut ist. Sie kann in der Regel in einem bestimmten Bereich nach oben oder unten eingestellt werden.
B
Batterie (Technische Primärelemente)
Ein System aus mehreren Zellen nennt man Batterie. Zur Spannungserhöhung werden Zellen in Reihe, zu Kapazitätsvergrößerung parallel geschaltet.
Primärelemente enthalten Umweltschädigende Stoffe und dürfen nicht in den Hausmüll gelangen, sondern müssen zu den Schadstoff-Sammelstellen gebracht werden, bzw. jeder Verbreiter von Batterien muss diese auch wieder entsorgen.
Bereitschafts- Parallelbetrieb
Gleichstromverbraucher, die bei Ausfall des Versorgungsnetzes weiterarbeiten müssen, können aus einem Netzgerät versorgt werden, an dessen Ausgangsklemmen zusätzlich eine Batterie angeschlossen ist. Sollte das Netz ausfallen, übernimmt die Batterie die Versorgung des Verbrauchers bis die Netzspannung wieder anliegt.
Nach der Netzwiederkehr wird die Batterie, dann von dem Netzgerät geladen und parallel dazu der Verbraucher versorgt. Die Ausgangsspannung des Netzgerätes sollte auf die Ladeschlussspannung der Batterie eingestellt sein.
Betriebstemperatur
Der Umgebungstemperaturbereich, der bei eingeschaltetem Gerät weder über- noch unterschritten werden darf.
B x H x T:
Breite x Höhe x Tiefe, normalerweise in mm
C
CE
Kennzeichnung für Industrieerzeugnisse, die den einschlägigen Gemeinschaftsvorschiften in Europa entsprechen.
D
DC I AC Wandler
Siehe Wechselrichter
DC / DC Wandler(Gleichspannungswandler)
Eine Eingangsgleichspannung wird in eine Ausgangsgleichspannung anderer Höhe gewandelt. Dabei wird in einer Zwischenstufe die Eingangsspannung in eine Wechselspannung umgesetzt, auf den gewünschten Wert transformiert und wieder gleichgerichtet. Regelorgane verschiedener Prinzipien sorgen am Ausgang für stabile Ausgangswerte.
Derating
Die Rücknahme der Ausgangsleistung in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur z. B: Rücknahme der Leistung im Temperaturbereich von 50...85°C um 3,34% pro Grad Celsius
Diode
Dioden besitzen zwei Anschlüsse, die Anode A und die Kathode K, und weisen eine Ventileigenschaft auf. In der einen Richtung wird Strom durchgelassen und in der anderen Richtung gesperrt. Liegt eine negative Spannungen an der Kathode und eine positive Spannung an der Anode, arbeitet die Diode im Durchlassbereich, umgekehrt im Sperrbereich. Die Kathode einer Diode ist oft durch einen Ring markiert.
Drehfeld
Festgelegte zeitliche Reihenfolge der drei Phasen L 1, L2 und L3 bei Drehstrom. Muss bei bestimmten Geräten eingehalten werden (z. B.: Thyristor - Netzgeräte mit vollgesteuerter Drehstrombrückenschaltung).
Drehstrom
Dreiphasiger Wechselstrom, z.B.: 3 x 230V / 400V
E
Einbaugehäuse
19" - Einschub in ein Gehäuse ähnlich 19" - Schrank eingebaut.
Einbaugehäuse / Tischgerät
Das Gerät ist entweder als 19" - Einschub im Einbaugehäuse oder als reines Tischgerät (nur Gerätegehäuse + Füße) aufgebaut.
Einbaukassette, 19"
Das Gerät ist für den Einbau in einen 19" - Baugruppenträger vorbereitet.
Eingangsspannung
Versorgungsspannung der Stromversorgung. Sie kann, je nach Gerätetyp eine Gleich- oder Wechselspannung sein.
Einschaltstrom
Als Einschaltstrom bezeichnet man den elektrischen Strom, der unmittelbar nach dem Einschalten eines elektrischen Verbrauchers fließt. Er unterscheidet sich vom Arbeits- bzw. Betriebsstrom und muss bei der Auslegung elektrischer Betriebsmittel, wie Schaltern, Sicherungen, Relais usw. berücksichtigt werden, da er ein Vielfaches des Nennstromes betragen kann. Man kann den erhöhten Einschaltstrom jedoch auch mit geeigneten (Zusatz-)Schaltungen begrenzen oder ganz vermeiden.
Einschaltstrombegrenzung
Vorrichtung zur Begrenzung des Einschaltstromes auf einen ungefährlichen Wert. Hierzu werden z. B.: Wider stände, Thyristoren und NTC's verwendet.
Einschub, 19" / Tischversion
Das Gerät ist als 19" - Einschub aufgebaut, kann jedoch auch als Tischgerät benutzt werden, da es mit Füßen ausgestattet ist.
EMI
Electro Magnetic Interference.
Siehe EMV
EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)
Die Fähigkeit einer Gerätes „in seiner elektromagnetischen Umwelt zufrieden stellend zu arbeiten, ohne untragbare Störungen in die Umwelt oder andere Geräte hineinzutragen nennt man EMV.
EN
Die Europäischen Normen (EN) sind Regeln, die von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung CEN, CENELEC oder ETSI ratifiziert worden sind. Alle EN-Normen sind durch einen öffentlichen Normungsprozess entstanden.
EN 55022
Europa Norm basierend auf VDE 0878 für die Elektromagnetische Verträglichkeit von Einrichtungen der Informationsverarbeitungs- und Telekommunikationstechnik.
EN 60950
Europa Norm basierend auf VDE 0805 für die Sicherheil von Einrichtungen der Informationstechnik einschließlich elektrischer Büromaschinen.
Entkoppeldiode
Wird z.B. zwischen ein Netzgerät und eine Batterie geschaltet, um die Batterie bei fehlender Netzspannung nicht durch die Ausgangsbeschaltung des Netzgerätes zu entladen. Ist das Netzgerät mit einem Thyristor - Überspannungsschutz ausgestattet, so sorgt die Entkoppeldiode ebenfalls dafür, dass im Falle des Ansprechens des Überspannungsschutzes die Batterie nicht von dem Thyristor kurz geschlossen wird.
Allen Netzgeräte in Redundanz, also parallel betrieben werden, dann sind Entkoppeldioden an den Ausgängen aller beteiligten Netzgeräte unerlässlich.
Externes EIN-AUS
Die Einrichtung in einer Stromversorgung um die Ausgangsspannung durch externe Signale ein- bzw. auszuschalten.
F
Feineinstellbereich
Wenn ein Netzgerät mit Grob- und Feineinstellern für Spannung und Strom ausgestattet ist, gibt die Angabe "Feineinsteilbereich" den Bereich an; der von den Feineinstellern abgedeckt wird.
Fernfühlung (Sense)
Um den auf den Zuleitungen zum Verbraucher entstehenden Spannungsabfall auszugleichen, werden von den Lastleitungen getrennte Fühlerleitungen zwischen die Fühlerleitungsanschlüsse des Netzgerätes und die Anschlussklemmen des Verbrauchers geschaltet. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Spannung am Verbraucher, unabhängig von dem von ihm aufgenommenen Strom, konstant bleibt.
Foldback Kennlinie
Kurve der Strombegrenzung, bei der bei Überschreitung des max. zulässigen Ausgangsstroms ebenfalls Spannung und Strom zurückfallen. Die Verlustleistung ist bei Kurzschluss sehr gering, da die Spannung auf Null geht.
G
Galvanische Trennung
Elektrische Trennung z.B. zwischen dem Eingang und dem Ausgang eines Netzgerätes. Wenn die Ausgangsspannung dieses Netzgerätes eine Kleinspannung ist, so kann sie gefahrlos berührt werden, da keine Verbindung zum Netz besteht.
Das bekannteste Beispiel für eine galvanische Trennung sind Transformatoren, insbesondere wenn sie aus dem öffentlichen Stromnetz gespeist werden (Netztransformatoren)
Gleichspannung
Elektrische Spannung, deren Polarität immer gleich bleibt.
(Siehe auch Wechselspannung)
H
HE
Höhenmaß aus dem 19" - System. 1 HE = 44,45 mm
I
Inverter
Als Inverter bezeichnet man in der Technik verschiedene Schaltungen bzw. Geräte, die eine Inversion, also eine Umkehrung oder Umwandlung vornehmen.
IP Schutzarten
Definition des Schutzes gegen das Eindringen von festen Körpern, Staub oder Wasser in Geräte.
Isolationsspannung
Die Spannung, die zwischen bestimmten Punkten einer Stromversorgung anliegen darf, z.B. zwischen Ein- und Ausgang.
J
K
Kathode
Eine Kathode3) ist allgemein der Minuspol, also die Elektrode, die Elektronen über den elektrischen Anschluss aufnimmt und Richtung Anode weitergibt. Die Kathode (−) ist die Gegenelektrode zur Anode (+). Kationen(+) wandern zur Kathode und Anionen (−) zur Anode.
3von agr. κάθοδος kathodos, „Weg nach unten“
Klirrfaktor
Maß für nichtlineare Verzerrungen. Der Klirrfaktor gibt in Prozenten an, wie groß der Effektivwert der gesamten Oberwellen bezogen auf den Effektivwert der Grundwelle + Oberwellen ist. Beim Sinus - Spannungswandler gibt er die Abweichung von der reinen Sinusschwingung an.
Konstantstrom
Ein Stromregler im Netzgerät sorgt dafür, dass der Ausgangsstrom unabhängig vom Lastwiderstand konstant gehalten wird.
Kühlkörper
Die Verlustwärme der Leistungshalbleiter wird an den Kühlkörper abgeleitet und von diesem an die Oberfläche abgegeben. Dadurch wird die Temperatur an den Halbleitern in den vorgeschriebenen Grenzen gehalten.
L
Ladeschlussspannung
Bei Erreichen des Vollladezustandes einer Batterie stellt sich eine bestimmte Spannung, die Ladeschlussspannung, ein. Sie ist unter anderen, abhängig vom Batterietyp, von der Temperatur usw.
Lastregelung
Gibt die Änderung der Ausgangsspannung bei Veränderung der angeschlossenen Last an.
Lagertemperatur
Temperaturbereich in dem ein Gerät gelagert werden darf. Eine Überschreitung dieses Bereichs nach oben oder unten kann zur Zerstörung von Bauelementen führen.
Leistungsfaktor
Der Leistungsfaktor (PF) ist definiert als Verhältnis der Wirkleistung (Pw) zur Scheinleistung (Ps):
PF = Pw / Ps ≤ 1
Leistungsfaktorkorrektur (PFC)
Elektronisches Verfahren um bei Schaltnetzteilen den Leistungsfaktor von z.B. 0,6 auf einen Wert >98% zu bringen. Der Eingangsstrom ist dann Sinusförmig. Dadurch sinkt die Scheinleistung und es kann dem Netz wesentlich mehr Wirkleistung entnommen werden.
Warum Leistungsfaktorkorrektur? (PFC)
Eine Steckdose mit 230V AC, die mit 16A abgesichert ist, d~ nur mit 80% des Sicherungswertes (13A) belastet werden. Ein normales Schaltnetzteil hat einen typischen Leistungsfaktor von 0,6 (oder weit unter 0,5 wenn die Netzquellenimpedanz sehr niedrig ist) und einen typischen Wirkungsgrad von 0,75%. Ausgangsleistung PO
PO = Leistungsfaktor x Wirkungsgrad x V AC x I AC
PO = 0,6 x 0,75 x 230V x 13A
PO = 1345,5 Watt
Diese einfache Rechnung zeigt, dass an der Steckdose nur eine konvertierte Leistung von 1345 Watt entnommen werden kann und das bei wachsendem Leistungsbedarf der elektronischen Systeme. Jedoch kann ein Netzgerät mit einem Leistungsfaktor von >0,98 und gleichem Wirkungsgrad eine DC Ausgangsleistung von 2200 Watt abgeben.
Aus diesen Gründen wurden neue Schaltnetzgeräte und Batterieladegeräte mit einem Leistungsfaktor von größer als 98% und sinusförmiger Stromaufnahme entwickelt.
Durch die Verbesserung des Leistungsfaktors wird der Eingangsstrom wesentlich verringert bei gleichbleiben- der Ausgangsleistung. Daraus resultieren kleinere Eingangssicherungen, geringere Kabelquerschnitte, geringere Belastung des Netztransformators sowie weniger Verluste in der elektrischen Verteilung = geringere Kosten.
Leistungsrücknahme
Siehe "Derating"
Linearregler
Ein Leistungstransistor liegt in Serie mit der Last und wirkt als gesteuerter Widerstand. Über diesem Transistor fällt der restliche nicht benötigte Spannungsteil ab, wobei der gesamte Laststrom durch ihn fließt. Die dadurch entstehende Wärme, muss über Kühlkörper usw. abgeführt werden.
M
Master - Slave - Betrieb
Bei der Parallelschaltung von Netzgeräten, tritt das Problem einer ungleichen Lastverteilung durch unterschiedliche Ausgangsspannungen der Geräte auf. Bei der Reihenschaltung wird, ebenso wie bei der Parallelschaltung, die Bedienung sehr unkomfortabel, da zwei oder mehr Geräte zu bedienen sind. Abhilfe schaffen hier Netzgeräte, die über Ein- und Ausgänge für Master - Slave - Betrieb verfügen. Nachdem die Geräte entsprechend miteinander verbunden worden sind, erfolgt die Bedienung nur noch an einem der Netzgeräte, die anderen folgen den vom "Master"- Gerät vorgegebenen Einstellungen. Die Netzgeräte der Serien 5000, 6000 und 9000 sind für diese Betriebsart ausgerüstet.
MTBF
(Mean Time Between Failure): Die mittlere Ausfallrate einer Stromversorgung ausgedrückt in Stunden, ermittelt durch tatsächlichen Betrieb oder errechnet nach in Normen festgesetzten Formeln, z.B. nach MIL-HDBK-217.
N
Netzausfallerkennung
Eine Schaltung, die die Netzspannung überwacht und die bei Unterschreitung eines bestimmten Wertes ein TTL- Signal abgibt.
Netzausfallüberbrückungszeit
Die Zeit, in der bei Netzausfall die Nennspannung am Ausgang der Stromversorgung bei Volllast noch zur Verfügung steht.
Netzfilter
Stromversorgungen vorgeschalteter Filter zur Verhinderung des Ein- oder Austretens von Netzstörungen in die, bzw. aus der Stromversorgung.
Netzfrequenz
Die Frequenz der Netzspannung. In Europa und vielen außereuropäischen Ländern beträgt sie 50 Hz, ansonsten 60 Hz. Andere gebräuchliche Netzfrequenzen sind 400Hz (Luftfahrzeuge) und 16 2/3 Hz (Eisenbahn).
Netzgerät
Ein Gerät, welches vom Netz gespeist wird und die zum Betrieb eines Gerätes oder einer Anlage benötigten Spannungen mit entsprechender Stromstärke zur Verfügung stellt.
Netzspannung
Die Spannung des Stromversorgungsnetzes, für die die Verbraucher ausgelegt sein müssen.
Netzstörungen
Störungen, die der Netzspannung überlagert sind. Diese können von anderen Geräten hervorgerufen wer- den, die entfernt von der Verbrauchersteile liegen, z.B. Motoren, Ein- und Ausschaltimpulse von induktiven oder kapazitiven Lasten usw.
O
On Line
Betriebsart von USV -Anlagen. Der Verbraucher wird ständig vom Wechselrichter (Inverter) versorgt. Dadurch ist bei Netzausfall die Versorgung absolut unterbrechungs- frei. (Siehe auch "Stand by")
Open-Frame
Eine Stromversorgung, die für Kundenanwendungen offen (ohne Gehäuse) geliefert wird.
Option
Auf Wunsch, nach Wahl. Meist mit Aufpreis.
OVP
Over - Voltage - Protection
(siehe Überspannungsschutz)
P
PFC
Siehe Leistungsfaktorkorrektur.
Power Factor Correction (PFC)
Siehe Leistungsfaktorkorrektur.
Power Sharing
Bei mehreren parallel geschalteten Stromversorgungen sorgt die Power Sharing Option dafür, dass der Gesamtausgangsstrom zu gleichen Teilen auf alle Geräte aufgeteilt wird.
Primär getaktet
Die Netzspannung wird zunächst gleichgerichtet und mit Schalttransistoren mit einer "Taktfrequenz" zwischen 20kHz bis 300kHz in Rechteckpulse zerhackt. Diese Rechteckpulse werden dann über einen Ferrittransformator auf die gewünschte Spannung transformiert, gleichgerichtet und mit Kondensatoren geglättet. Die Regelung erfolgt über die Pulsbreiten der geschalteten Spannung.
Prüfspannung
Stromversorgungen müssen, mit wenigen Ausnahmen, eine sichere Trennung zwischen Primärseite, Chassis und Sekundärseite garantieren. Überprüft wird dies durch Anlegen der Prüfspannung, wobei es nicht zu Überschlägen kommen darf.
Puls Breiten Modulation (PWM)
In getakteten Stromversorgungen wird das Puls-Pausen- Verhältnis und die Einschaltzeit bei konstanter Taktfrequenz verändert, um die Veränderungen der Eingangsspannung und bei Lastwechsel auszuregeln.
Q
R
Redundanz
Rückwirkungsfreie Parallelschaltung mehrerer Netzgeräte. Bei Ausfall eines der Geräte übernehmen die verbleibenden anteilig den Laststrom, so dass kein Ausfall der Ausgangsspannung vorkommt.
Latein. redundare „im Überfluss vorhanden sein“
Restwelligkeit
Der der Ausgangsgleichspannung oder dem Ausgangsgleichstrom überlagerte Wechselanteil wird entweder als Effektivwert (eff.) oder als Spitze - Spitze - Wert (pp) angegeben.
S
Sense
Siehe Fernfühlung
Sekundär getaktet
Die Netzspannung wird zunächst mit einem 50Hz Transformator transformiert, dann gleichgerichtet und geglättet. Diese Gleichspannung wird dann zerhackt und mit entsprechenden Filtern geglättet. Die Regelung erfolgt über die Pulsbreiten der geschalteten Spannung.
SNMP- Protokoll
Simple Network Management Protocol, von mehreren Computerherstellern vereinbartes System zur Überwachung und Steuerung der Komponenten in Rechnernetzen. Bei USV-Anlagen, die in solche Netze integriert sind, um die Stromversorgung der Hardware zu sichern, sind über die SNMP-Schnittstelle Informationen über die USV abrufbar. Ebenso kann die USV über diese Schnittstelle ein- und ausgeschaltet werden.
Stabilität
Abweichung der Ausgangsspannung, des Ausgangsstroms oder der Ausgangsleistung vom Sollwert bei Änderung der Eingangsspannung und I oder der Belastung.
Standby (Bereitschaft)
Betriebsart eines Netzgerätes oder einer USV - Anlage. Beim Netzgerät: Alle Sollwerte sind eingestellt, der Aus- gang wird jedoch erst bei Bedarf freigegeben.
Bei der USV - Anlage: Der Verbraucher wird direkt vom Netz versorgt. Erst bei Netzausfall wird der im Leerlauf mitlaufende Wechselrichter innerhalb von wenigen Millisekunden an den Verbraucher geschaltet.
Steuertransformator
Gilt für ortsfeste oder ortsveränderliche, luftgekühlte einphasige oder mehrphasige Steuertransformatoren, auch wenn sie in Geräte eingebaut sind, mit einer Bemessungs-Eingangsspannung nicht über 1000V Wechselspannung, einer Bemessungsfrequenz nicht über 500Hz, ohne Begrenzung der Bemessungsleistung.
Ergänzende Definition: Steuertransformator- Netztransformator, der für die Versorgung von Steuerstromkreisen vorgesehen ist (z.B. Steuerung, Meldung, Verrieglung usw.).
Thermische Bemessungsleistung: Bei Dauerbetrieb abgegebende Höchstleistung, wenn der Steuertransformator mit der Bemessungs-Eingangsspannung bei der Bemessungsfrequenz versorgt und mit dem Leistungsfaktor= 1 belastet wird.
Zulässige Kurzzeitleistung: Kurzzeitig abgegebene Höchstleistung, die dem induktiven Leistungsfaktor=0,5 abgegeben wird, wenn der Steuertransformator mit der Bemessungs-Eingangsspannung bei Bemessungsfrequenz versorgt wird.
Störstrahlsicherheit (EMV)
Die Störstrahlsicherheit eines Netzgerätes wird durch entsprechende Leitungsführungen. Abschirmungen. Filter und Verwendung von Metallgehäusen sichergestellt.
Strombegrenzung
Begrenzung des Ausgangstromes bei Überlast oder Kurzschluss.
Stromversorgung
Gerät, welches die zum Betrieb eines elektrischen Gerätes benötigten Spannungen und Ströme zur Verfügung stellt. Siehe auch Netzgerät. und DC/DC Wandler.
T
TE
Breitenmaß aus dem 19" - System. 1 TE = 5,08mm= 2/1 0".
Temperaturkoeffizient
Änderung der Ausgangsspannung oder des Ausgangsstromes in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur; Angabe meist in %/K.
Thyristor
Aktives Halbleiter-Bauelement mit drei Elektroden (Kathode, Anode und Steuerelektrode (Gate), welches wie eine Diode den Strom in einer Richtung sperrt. Wird die Steuerelektrode (Gate) angesteuert, leitet der Thyristor und verbleibt auch bei Fehlen des Gatesignales in diesem Zustand. Durch Entfernen des Durchlassstromes wird der normale Zustand wieder hergestellt. Die Bezeichnung Thyristor ist ein Kofferwort aus Thyratron und Resistor.
Thyristor- Überspannungsschutz
Bei Überschreitung einer vorbestimmten Spannung wird der Ausgang der Stromversorgung mit einem Thyristor kurzgeschlossen wonach die Kurzschlussschutzeinrichtung (z.B. Sicherung oder Strombegrenzung) anspricht.
Thyristor Vorregler
Dient in linear geregelten Netzgeräten als verlustwärmefreier Vorregler, der nachfolgende Transistorregler braucht dann nicht über den gesamten Regelbereich arbeiten, so dass der Wirkungsgrad wesentlich verbessert wird.
(siehe auch Verlustleistung)
Toleranz
Zulässige Abweichung von einem Nenn- oder Sollwert.
Transformator
Elektrischer Übertrager für Wechselspannungen. Er besteht in der Regel aus einem Eisenkern mit zwei Wicklungen, deren Windungsverhältnis proportional zur Ein- und Ausgangsspannung ist. Die Eingangswicklung ist die Primärwicklung, die Ausgangswicklung ist die Sekundärwicklung.
Transistor
Ein Transistor ist ein elektronisches Halbleiterbauelement zum Schalten und Verstärken von elektrischen Signalen ohne mechanische Bewegungen.
Transistoren sind, teilweise als elementare Komponenten integrierter Schaltungen, Bestandteil der Nachrichtentechnik (Funk, Radio), der Automatisierungstechnik und in Computersystemen.
Der Begriff „Transistor“ ist eine Kurzform für eine der englischen Bezeichnungen Transfer Varistor, Transformation Resistor oder Transfer Resistor, also einen durch Spannung oder Strom steuerbaren elektrischen Widerstand.
U
U-I Kennlinie
Je nach Belastung der Stromversorgung wird automatisch von der Spannungsregelung auf Stromregelung und umgekehrt übergegangen.
Überspannungsschutz
Um die an ein Netzgerät angeschlossenen Verbraucher vor zu hohen Spannungen zu schützen, die entweder durch eine Fehlbedienung am Netzgerät oder durch einen Defekt im Netzgerät zu Stande kommen, wird der Überspannungsschutz eingesetzt.
(Siehe auch Thyristor Überspannungsschutz)
Übertemperatur-Schutz
Falls die Temperatur an kritischen Bauteilen in einer Stromversorgung einen bestimmten Wert überschreitet, wird das Gerät durch einen Thermoschalter ausgeschaltet. Nach Abkühlung auf einen unkritischen Wert, schaltet das Gerät automatisch wieder ein.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Stromversorgung, die bei Ausfall der Eingangsspannung die Versorgung der Last unterbrechungsfrei weiter zur Verfügung stellt.
USV Anlage
Siehe Unterbrechungsfreie Stromversorgung.
V
VA (Volt. Ampere)
Maßeinheit der Scheinleistung Ps , Ps = U x I, wird bei Wechselstrom verwendet. Die Scheinleistung beinhaltet
auch die Blindleistung Q sowie die Wirkleistung P.
VDE
Verband Deutscher Elektrotechniker e. V. Legt Normen für elektrische Geräte fest. .
VDE 0160
Vorschrift bezüglich Überspannungsfestigkeit. In Stromversorgungsnetzen treten z.B. durch Schaltvorgänge Überspannungsspitzen auf. Diese sind in der VDE 0160 im Bezug auf ihre Dauer und Amplitude praxisnah festgelegt.
VDE 0871
Vorschrift, die festlegt, welche Störpegel von einem Gerät ausgehen dürfen, in dem Frequenzen erzeugt werden, die höher als 10KHz sind.
Verlustleistung
Verlustleistung entsteht in Stromversorgungsgeräten durch unerwünschte Widerstände in Bauelementen und Leitungen aber auch durch den Regelvorgang selber, z.B. an den Leistungstransistoren eines linear geregelten Netzgerätes. Verlustleistung fällt in Form von Wärme an und muss aus dem Gerät abgeführt werden (Kühlkörper, Lüfter).
Volt
Maßeinheit für die elektrische Spannung: 1 Volt ist die Spannung, die in einem Widerstand von 1 Ohm einen Strom von 1 Ampere fließen lässt.
Voltmeter
Messinstrument zur Messung der elektrischen Spannung.
W
Watt
Maßeinheit für die elektrische Leistung. Watt = Volt x Ampere (P = U x I)
Wechselspannung
Elektrische Spannung, deren Polarität ständig wechselt. Dieses kann z.B. nach der Sinus-, Rechteck- und anderen Kurven erfolgen.
Wechselrichter
Eine elektrische oder elektronische Schaltung, die eine Gleichspannung in eine Wechselspannung umwandelt. Diese Wechselspannung kann sinus- oder rechteckförmig sein.
Widerstand
Passives Bauelement zur Spannungsherabsetzung, Spannungsteilung und Belastung. Auch Leitungen besitzen einen Widerstand, der von der Länge, dem Quer- schnitt und dem Material abhängt. Maßeinheit ist das Ohm (.0.). 1.0. ist der Widerstand in dem bei Anlegen von 1 Volt ein Strom von 1 Ampere fließt.
Wirkungsgrad
Das Verhältnis von Eingangsleistung zu Ausgangsleistung in %. Dieses wird bei nomineller Eingangsspannung und Volllast festgestellt. <
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